November
 
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Grossolbersdorf
1386 - 1888 [aktualisiert: 21.06.2016]

8.4.1386
Erste urkundliche Erw├Ąhnung des Ortes (,,Albersdorf"):
Markgraf Wilhelm 1. von Mei├čen verschreibt der Witwe Anargs von Waldenburg, Metze, die Herrschaft Scharfenstein mit dazugeh├Ârigen D├Ârfern, darunter Gro├čolbersdorf, als Witwensitz.

um 1400
Bau einer Kapelle, die als Filialkirche zur Parochie Wolkenstein geh├Ârt. Der Gottesdienst wird vom zweiten Pfarrer von Wolkenstein gehalten.

26.1.1492
Heinrich von Einsiedel kauft die Burg Scharfenstein mit den D├Ârfern Grie├čbach, Gro├čolbersdorf, Gr├╝nau, Hohndorf, Hopfgarten und Scharfenstein.

1501
Gro├čolbersdorf hat 60 besessene Mann (T├╝rkensteuer).
Das heutige Gasthaus ,,Zur Linde" (Haus Nr. 165, An der Kirche 2)
wird als Erbgarten erw├Ąhnt.

1536/37
Reformation - Gro├čolbersdorf bleibt Filialkirche von Wolkenstein.

1551
Gro├čolbersdorf hat 56 besessene Mann, 6 G├Ąrtner, 8 H├Ąusler, 69
Inwohner.

1558
Oberbergmeister Michael Sch├Ânlebe schl├Ągt vor, einen Stolln am unteren Ende des Ortes anzulegen (Grundst├╝ck Gr├╝nauer Stra├če 59).

18.4.1575
Das Filialverh├Ąltnis zu Wolkenstein wird gel├Âst. Haubold von Einsiedel auf Scharfenstein gr├╝ndet die eigenst├Ąndige Parochie Gro├čolbersdorf mit den dazugeh├Ârigen Orten Gr├╝nau, Hohndorf, Hopfgarten und Scharfenstein.
Erster amtierender Pfarrer ist Johann Pufendorf, der Gro├čvater des Rechtswissenschaftlers Samuel Freiherr von Pufendorf. Der Kirchendiener ist gleichzeitig Lehrer f├╝r die Kinder der gesamten Parochie.

1579
Gro├čolbersdorf besitzt eine Schule (Haus Nr. 169, An der Kirche 6). Sie dient ihrem Zweck bis 1889. In der Knabenschule unterrichtet ein Lehrer namens Barthel Seifert (um 1582).

1598
Gro├čolbersdorf besitzt zwei Beerdigungspl├Ątze (Kirchhof und Gottesacker).

Ende des 16. Jh.
Der Kirchteich wird erw├Ąhnt.

1624
Johann Wolfgang von Einsiedel stirbt (Bronzegrabplatte in der Kirche).

1639/40
128 Personen fallen der Pest zum Opfer.

3.1.1643
Im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg wird die Kapelle durch die Schweden zerst├Ârt. Die Einwohner werden aus ihren H├Ąusern verjagt und fl├╝chten in die umliegenden W├Ąlder. Der Gottesdienst findet auf der Burg Scharfenstein bzw. auf der Brandstelle der ehemaligen Kapelle statt.

1645 bis 1647
Wiederaufbau der Kirche. Aus dieser Zeit stammt die barocke, von einer Mosesstatue getragene h├Âlzerne Kanzel (1647).

1653
Johann B├Âhme, Schneeberg, fertigt den von Heinrich Hildebrand von Einsiedel und seiner Ehefrau Sophie geb. von Ponickau gestifteten Altar.

1662
Im Beerdigungsregister werden einzelne Bestattungen auf dem Gottesacker erw├Ąhnt. Seit dem 19. Jahrhundert gilt dieser dann als einziger Beerdigungsplatz.

11.4.1699
Der Bauer Hans Ram reitet am 1. Osterfeiertag bei Sonnenaufgang in den Kirchteich und ertrinkt darin.

1707
Pfarrer Christoph Weise veranlasst die Kirchenerweiterung (Anbau des Langhauses).

1711
Der ehemalige Gasthof ,,Rote Pf├╝tze" (Hauptstra├če 177) wird als Neue Schenke bzw. Obere Schenke genannt (ab 1834 ,,Rote Pf├╝tze").

1718
An der Roten Ruhr sterben 68 Personen.

1720
Die Maurerinnung wird gegr├╝ndet.

26.7.1735
Der in Warmbad verstorbene Major Carl Friedrich von Pulkwitz wird in einem von 3 Kompanien Soldaten angef├╝hrten Trauerzug nach Gro├čolbersdorf zur Kirche geleitet und dort in einer Gruft beigesetzt.

1758/59
W├Ąhrend des Siebenj├Ąhrigen Krieges kommt es wiederholt zu Pl├╝nderungen. Der Stab der preu├čischen Husaren ist im Pfarrhaus einquartiert.

2.2 .1759
Gr├╝ndung der Br├╝derbegr├Ąbnisgesellschaft.

1.10.1762
Der am 30.9.1762 in Scharfenstein geborene Karl St├╝lpner wird in Gro├čolbersdorf getauft.

1764
Gro├čolbersdorf hat 54 besessene Mann, 6 G├Ąrtner, 38 H├Ąusler.

1775
Freiherr Heinrich von Trebra, Bergmeister im Marienberger Revier.
veranlasst die Neuaufgew├Ąltigung des Stollns Junge Elisabeth.
Bau eines Huthauses (Gr├╝nauer Stra├če 59).

1783
Gr├╝ndung der Innung der Zimmerleute.

1790
Im Hause von Johann Gottfried Schreiter (Hauptstra├če 48) fordern die Bauern die Aufhebung der Frondienste.

1796
Der Elisabether Kunst- und Tagesschacht im Zechenbusch erreicht den St. Gideon Stolln in etwa 90 m Tiefe.

1813
W├Ąhrend des Durchmarsches der verb├╝ndeten Truppen zur V├Âlkerschlacht bei Leipzig kommt es zu Pl├╝nderungen.

1815
Gro├čolbersdorf hat zwei Lehrer. Der erste f├╝hrt die Bezeichnung ,,Knaben- und Kirchenschullehrer" , der zweite ,,M├Ądchenlehrer und Organist".

1816
Die Familie St├╝lpner kauft das Pl├Ânertsche Haus an der Hohen Stra├če in Gro├čolbersdorf (Zschopauer Stra├če 15) und hat dort ihren Wohnsitz f├╝r vier Jahre.

1819
Das Gasthaus ,,Zur Linde" wird durch Johann Paul D├╝ni├č umgebaut.

1825
Bau der M├Ądchenschule (Haus Nr. 48, Hauptstra├če 9).

1826
Auf dem Friedhof wird eine Parentationshalle errichtet.

1834
Gro├čolbersdorf hat 1 555 Einwohner.
Die Kirche erh├Ąlt einen Turm. Am St. Gideon Erbstolln werden das Mundloch und ca. 10 m Stollngang ausgemauert.

1839
Das Haus Schulstra├če 16 (,,S├Ąttler Karl-Haus", Dorfmuseum) wird umgebaut.

1840
Aus Geldmangel wird der St. Gideon Stolln stillgelegt.

24.9.1841
Karl St├╝lpner stirbt in Scharfenstein. Er wird auf dem Gottesacker
in Gro├čolbersdorf beerdigt.

1844
Die Knabenschule wird erneuert.

5.4.1851
Gr├╝ndung der Strumpfwirkerinnung
(Innungstruhe im Dorfmuseum).

1856
Nach dem Ende der Patrimonialgerichtsbarkeit kommt Gro├čolbersdorf zum neu gebildeten Gerichtsamt Wolkenstein.

1857 bis 1861
Einbringung des ,,Thierigs Hoffnung Erbstollns"
(Grundst├╝ck Hauptstra├če 58).

1858
Der Gasthof ,,Erbgericht" (jetzt ,,Zur Silberstra├če"' Am Rathaus 1) wird erbaut.
Gr├╝ndung des Gesangsclubs ,,Liedertafel".

23.7.1861
Gr├╝ndung des Milit├Ąrvereins.

1867
Der Gemeinderat beschlie├čt die Anschaffung eines Horns f├╝r den
Nachtw├Ąchter.

1870
Louis Heinitz gr├╝ndet den Deutschen Turnverein.

1871
Gro├čolbersdorf hat 2 311 Einwohner.

1874
Gro├čolbersdorf wird in die neu gebildete Amtshauptmannschaft
Marienberg eingegliedert.

1877
Gr├╝ndung der Freiwilligen Feuerwehr.

1883
Clemens Theodor Heymann baut eine Spielwarenfabrik (Gr├╝naer Stra├če 3). Er ist Besitzer des Lehngutes und Erbgerichts; sp├Ąter als Landtagsabgeordneter t├Ątig.

1885
Bei einem Gro├čfeuer werden die Bauernh├Âfe Hauptstra├če 51 und 53 einge├Ąschert.

18.8.1885
Die Strumpffabrik Lindner & Heymann (Hauptstra├če 34) wird gegr├╝ndet.

1887
Das im Zechenbusch gelegene ehemalige Huthaus des Schachts ,,Junge Elisabeth", zuletzt als Gastst├Ątte und Wohnhaus genutzt, brennt ab.

1888
Die neue Zentralschule f├╝r M├Ądchen und Knaben (Schulstra├če 8) wird eingeweiht. Die bisherige Knabenschule wird als B├Ąckerei genutzt.

 
1890 - 1905 [aktualisiert: 21.06.2016]

1890
Durch die im Ort entstandenen Strumpffabriken geht die Heimstrumpfwirkerei immer mehr zur├╝ck.

1893
Bau eines neuen Pfarrhauses (Hauptstra├če 11).

28.8.1894
Der M├Ąnnergesangsverein "Harmonie" wird gegr├╝ndet.

1894
Der Gesellschafter der Firma Lindner & Heymann' Bernhard
Heymann, gr├╝ndet eine Strumpffabrik (Scharfensteiner Stra├če 11).

1.1.1896
Er├Âffnung der Sparkasse (Scharfensteiner Stra├če 1).

31.12.1904
Der Gro├čolbersdorfer St├╝lpner-Forscher Johannes Pietzonka
(,,Der Wildsch├╝tz Karl St├╝lpner - Legende und Wirklichkeit") wird in Mittweida geboren.

1905
Gr├╝ndung der SPD - Ortsgruppe in der Gastst├Ątte ,,Gr├╝ne M├╝hle" (Hopfgarten, OT Gr├╝nau Nr. 6).
Die Strumpffabrik Gebr├╝der Mehner (Hauptstra├če 137) entsteht.
In den vier gro├čen Strumpffabriken und der Spielwarenfabrik des
Ortes sind 352 Fabrikarbeiter t├Ątig.
Das Geb├Ąude Gr├╝nauer Stra├če 14 (,,Heymann-Villa") wird im
Jugendstil errichtet

 
1906 - 1914 [aktualisiert: 16.06.2016]

1906
Weihe der neuen Friedhofskapelle.

23.3.1907
Der Schnitzer Kurt Seidel (Ehrenb├╝rger des Ortes), Erbauer des ,,St├╝lpner-Berges", wird geboren.

1.7.1909
K├Ânig Friedrich August III. besucht Gro├čolbersdorf.

1910
Gro├čolbersdorf hat 2 592 Einwohner.
Der Arbeiterturnverein ,,Friedrich Ludwig Jahn" wird gegr├╝ndet.

2.12.1910
Gottfried Werner (Ehrenb├╝rger des Ortes), Chronist und Gestalter vieler Festumz├╝ge im mittleren Erzgebirge, wird geboren.

Zwischen 1914 und 1918
In der Strumpffabrik Gebr├╝der Mehner (Hauptstra├če 137) scheitert der Versuch, Str├╝mpfe aus Papier herzustellen.

 
1915 - 1929 [aktualisiert: 21.06.2016]

1915
Die Religionsgemeinschaft in Christo Jesu wird gegr├╝ndet.

20.5.1915
Bei dem Gro├čbrand in der Scharfensteiner Spinnerei Fiedler und Lechla kommen auch vier Gro├čolbersdorfer Arbeiter ums Leben.

1918
Gro├čolbersdorf hat 103 Gefallene und 5 Vermisste als Opfer des Ersten Weltkrieges zu beklagen.

19.1.1919
Wahlen zur Deutschen Nationalversammlung - Stimmenverteilung: SPD 897, DNVP 223, DDP 153, ├╝brige Parteien 0.

1919
Die Strumpffabrik Louis Lindner's Erben (Hauptstra├če 34) nimmt die w├Ąhrend des Ersten Weltkrieges stillgelegte Produktion wieder auf.
Gr├╝ndung einer Ortsgruppe der USPD.
Gr├╝ndung der Glaubensgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Gro├čolbersdorf.
Im Ort entsteht ein Kaninchenz├╝chterverein.

1920
Die beiden M├Ąnnergesangvereine ,,Liedertafel" und ,,Harmonie" schlie├čen sich zum Gesangverein ,,Alte Treu" zusammen.
Der Turnverein Deutsche Turner (D.T.) feiert sein 50j├Ąhriges Bestehen.

1922
Gr├╝ndung der Ortsgruppe der KPD und einer Kolonne des Arbeitersamariterbundes.
F├╝r die Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkrieges wird auf dem Kirchhof ein Ehrenmal errichtet (geschaffen von Kunststeinmeister G├╝nther, Zschopau).
Der Kriegersiedlungsverein wird gegr├╝ndet. Durch seine Initiative werden Wohnh├Ąuser f├╝r Arbeiter an der Scharfensteiner Stra├če gebaut.

1923
Max Neef aus Bernburg wird zum Gemeindevorstand gew├Ąhlt. Er ist ab 1924 erster B├╝rgermeister von Gro├čolbersdorf.

5.4.1924
Reichstagswahlen - Stimmenverteilung: VSPD 545, V├ÂlkischSozialer Block Sachsen 293, KPD 225, DNVP 187, Wirtschaftspartei des Deutschen Mittelstandes 157, DVP 58, DDP 19, ├╝brige Parteien 10.

1924
Bau des Rathauses (Am Rathaus 8) mit Spar- und Girokasse, Krankenkasse, Dienstraum der Ortspolizei und Dienstwohnungen. Gr├╝ndung des Krippenbau- und Schnitzvereins.

1925
Gro├čolbersdorf hat 2670 Einwohner.
Innerhalb der KPD-Ortsgruppe entstehen der Rote Frontk├Ąmpferbund, eine Schalmeienkapelle und die Rote Hilfe.

1926
Gr├╝ndung einer Ortsgruppe der NSDAP.
Einweihung der vom Arbeiterturnverein erbauten Turnhalle (Scharfensteiner Stra├če 13, heute Sportheim). Dazu sind 26. 000 Ziegel in Hunderten von Fuhren, meist mit dem Handwagen, vom Bahnhof Scharfenstein heraufgekarrt worden.

1927
Bau der Ortskrankenkasse mit Gemeindebad (Am Rathaus 5) und einer Kapelle der Religionsgemeinschaft in Christo Jesu (An der Kirche 1).
Der Arbeiterturnverein ,,Friedrich Ludwig Jahn" kauft ein Grundst├╝ck zum Bau eines neuen Sportplatzes, da der 1912 an der Turnhalle angelegte nicht mehr ausreicht.
Ein Stall des Lehngutes von Theodor Heymann (Gr├╝nauer Stra├če 8) brennt ab.

1928
Bezirksfest der Radsportvereine in Gro├čolbersdorf.

1929
Brand in der Strumpffabrik Richard P├Âtschke (Hauptstra├če 74).

 
1930 - 1933 [aktualisiert: 16.06.2016]

1930
Pfarrer Reetz gibt die Chronik ,,Geschichte und Geschehen in der Kirchgemeinde Gro├čolbersdorf" heraus.
Ehemalige Mitglieder der SPD bilden eine Ortsgruppe der SAP.
Anbau eines gro├čen Saales am Gasthof ,,Zum Erbgericht" (Am Rathaus 1; jetzt Gasthaus zur Silberstra├če).

1931
Das neue Spritzenhaus mit Steigerturm der Freiwilligen Feuerwehr wird eingeweiht (Hauptstra├če 16).

April 1932
Gro├čolbersdorf hat 343 Arbeitslose.

6.11.1932
Reichstagswahlen ┬Ś Stimmenverteilung: NSDAP 803, SPD 429, KPD 288, Christlich-Sozialer Volksdienst 63, DNVP 21, DVP 21, ├╝brige Parteien 4.

31.1.1933
├ťber 500 Einwohner demonstrieren gegen die Macht├╝bernahme durch die NSDAP.

25./26.2.1933
Auf der Esse der ehemaligen Strumpffabrik von Bernhard Heymann (Scharfensteiner Stra├če 11) wird eine rote Fahne mit der Aufschrift ,,Rotfrontk├Ąmpferbund Gro├čolbersdorf" gehisst.

5.3.1933
Reichstagswahlen ┬Ś Stimmenverteilung: NSDAP 952, SPD 448, KPD 333, Christlich-Sozialer Volksdienst 39, Kampffront Schwarz-Wei├č-Rot 32, DVP 16, ├╝brige Parteien 12.

11.3.1933
160 SA-Leute besetzen und beschlagnahmen die Turnhalle des Arbeiterturnvereins ,,Friedrich Ludwig Jahn" und den Sportplatz.

5.4.1933
Durch SA und SS aus Chemnitz werden 80 Einwohner verhaftet, in das Gasthaus ,,Zum Erbgericht" gebracht und dort misshandelt.

1933
B├╝rgermeister Max Neef (SPD) wird fristlos entlassen. Er hat sich gro├če Verdienste beim Bau von ├Âffentlichen Geb├Ąuden des Ortes erworben (u. a. Rathaus, Ortskrankenkasse, Turnhalle mit Sportplatz und Depot der Feuerwehr).
28 Personen geh├Âren einer illegalen Widerstandsgruppe an.

 
1934 - 1936 [aktualisiert: 16.06.2016]

1934
Aufstellung eines 1,50 m gro├čen, von den Schnitzern des Ortes angefertigten Bergmannes vor der Ortskrankenkasse.

1934 bis 1938
Durch verschmutztes Trinkwasser kommt es immer wieder zum Ausbruch von Typhus. 129 Einwohner erkranken, bei 12 Menschen endet diese Krankheit t├Âdlich.

1936
Ernst Heinitz und Willy Heinitz (beide KPD) werden wegen ,,Vorbereitung zum Hochverrat" zu 2 Jahren und 2 Monaten bzw. 1 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Der Krippenbau- und Schnitzverein errichtet ein neues Schnitzerheim (Warmbadstra├če 19).

 
1938 - 1939 [aktualisiert: 16.06.2016]

1938
Die Strumpfindustrie ist vorherrschendes Gewerbe in der Gemeinde. In 11 Fabrikbetrieben sind 250 Arbeitskr├Ąfte besch├Ąftigt, 150 Einwohner sind in Heimarbeit t├Ątig.

1938 bis 1940
Bau einer Ortswasserleitung. Hieran arbeiten auch 49 M├Ąnner aus der Gegend von Br├╝x (jetzt Most/CR). Sie sind im Ort bei der Bev├Âlkerung untergebracht.

1939
Gro├čolbersdorf hat 2976 Einwohner.
Erste Schnitzausstellung mit dem 1937/38 gebauten Karl-St├╝lpner Berg (13 m┬▓, 96 geschnitzte Figuren).

 
1940 - 1957 [aktualisiert: 21.06.2016]

1940
In der Schule (Schulstra├če 8) wird ein Kindergarten eingerichtet.

ab 1940
Im Heymannschen Fabrikgeb├Ąude (Scharfensteiner Stra├če 11) werden Kriegsgefangene aus Frankreich und sp├Ąter auch aus Russland untergebracht, in der Kegelbahn im Gasthaus ,,Zur Linde" (An der Kirche 2) russische Kriegsgefangene.

1940 bis 1945
In Gro├čolbersdorf arbeiten 54 Fremd- und Zwangsarbeiter aus Russland, Polen, Frankreich und Italien vor allem in der Landwirtschaft.

1942
Zwei Bronzeglocken der Kirche m├╝ssen f├╝r Kriegszwecke abgegeben werden.
Ewald Mende, wegen seiner sozialdemokratischen Gesinnung von den Nationalsozialisten mehrfach gema├čregelt, wird als Lehrer in Gro├čolbersdorf t├Ątig.

14./15.2.1945
Bombenangriff durch amerikanische Flugzeuge. 10 Menschen werden get├Âtet, 34 Wohn- und Wirtschaftsgeb├Ąude, darunter die Schule und der Gasthof ,,Zum Erbgericht", v├Âllig zerst├Ârt.
204 Einwohner werden obdachlos.

15.3.1945
In Gro├čolbersdorf befinden sich 644 Heimatvertriebene.

22.3.1945
Zwei KZ-H├Ąftlinge aus Buchenwald, die bei einem Transport in Richtung Reitzenhain entfliehen konnten, treffen im Ort ein. Sie bekommen mit Hilfe von Baumeister Kurt Weber und B├╝rgermeister Max The├č ein Quartier in einem Schuppen und werden versorgt. Durch den B├╝rgermeister werden einige Betriebsr├Ąume der
Strumpffabrik Louis Lindner's Erben (Hauptstra├če 34) f├╝r den Schulunterricht beschlagnahmt.

8.5.1945
Einheiten der Roten Armee ziehen in Gro├čolbersdorf ein.

1945
Gro├čolbersdorf hat 154 gefallene und 38 vermisste Soldaten und 9 durch Kriegseinwirkung get├Âtete Einwohner als Opfer des Zweiten Weltkrieges zu beklagen.

1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg werden mehrere Einwohner verhaftet und in Speziallager des sowjetischen NKWD verschleppt. Die meisten von ihnen kehren nicht wieder zur├╝ck.

25.12.1945
Erste Theaterauff├╝hrung der Gro├čolbersdorfer Laienspielgruppe im Sportheim nach dem Krieg. Das Sportheim (Haus Nr. 39 B; Scharfensteiner Stra├če 13) ist bis 1988 wichtigste Kulturst├Ątte des Ortes (Schulsport, Fest-, Theater- und Tanzveranstaltungen, Filmvorf├╝hrungen, Gefl├╝gelausstellungen).

1946
Gro├čolbersdorf hat 2.820 Einwohner.

30.6.1946
Von 1.826 Stimmberechtigten stimmen im Volksentscheid 1.408 mit Ja (80,5 % der abgegebenen Stimmen).
Die Betriebe Louis Lindner's Erben, Herrensocken (Haus Nr. 52 C, Hauptstra├če 34; einschlie├člich der dazugeh├Ârigen ehemaligen Strumpffabrik P├Âtschke, Haus Nr. 144 C, Hauptstra├če 74; VEB Buntsockenwerke ,,Max Roscher"), Max Richter, Herrensocken, Handschuhe (Haus Nr. 66 C, Hauptstra├če 61; VEB Buntsockenwerke ,,Max Roscher") und Arno Haase, Kinderstr├╝mpfe (Haus Nr. 298, An der Kirche 16; sp├Ąter BT des VEB Estr├╝so Thum) werden enteignet.

20.10.1946
Landtagswahlen - Stimmenverteilung:
SED 841, CDU 596, LDP 94, VdgB 93, KB 19, Frauenauschuss 3. 203 Stimmen sind ung├╝ltig.

1947
Im Ort leben 399 Vertriebene, vor allem aus Schlesien.
Aufgew├Ąltigung des ,,Tiefen St. Gideon Erbstolln" (im Grundst├╝ck Haus Nr. 185, Gr├╝nauer Stra├če 59) durch die SAG Wismut.

1948
In Gro├čolbersdorf sind 254 Bergarbeiter der SAG Wismut untergebracht. Sie arbeiten haupts├Ąchlich in den Sch├Ąchten Himmelreich und Palmbaum (Gehringswalde), Vater Abraham (Marienberg) und im Rudolph Schacht (Lauta).
Einweihung der nach Kriegszerst├Ârung wiederaufgebauten Schule (Haus Nr. 167 B, Schulstra├če 8).

1949
Auf dem Gro├čolbersdorfer Friedhof werden die beiden franz├Âsischen Zivilarbeiter Charles Cruciani und Yves Cartier exhumiert. Sie waren am 15. Februar 1945 in Hohndorf bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen.
R├╝ckkehr der 1942 beschlagnahmten beiden Glocken der Kirche aus Hamburg. Die fehlenden Schlegel werden durch Schmiedemeister Ernst B├Âhm neu angefertigt.

5.11.1949
Ewald Mende, Vork├Ąmpfer einer demokratischen Einheitsschule und seit 1945 Schulrat des Kreises Marienberg, stirbt in Gro├čolbersdorf. Er hat auch Verdienste um den Wiederaufbau der Gro├čolbersdorfer Schule, die den Namen ,,Ewald Mende" verliehen bekommt.

1951
Heimatfest (100 Jahre Strumpfwirkerei und 25 Jahre Sportheim).

19.3.1952
Exhumierung des auf dem Gro├čolbersdorfer Friedhof beigesetzten, am 16.3.1945 bei einem angeblichen Kartoffeldiebstahl auf Gr├╝nauer Flur von SS erschossenen franz├Âsischen Fremdarbeiters Jean Roudier.

1952
Gro├čolbersdorf (bisher Kreis Marienberg) kommt zum neugebildeten Kreis Zschopau.
Errichtung eines Kindergartens in der P├Âtschke-Villa (Haus Nr. 144, Hauptstra├če 72; besteht hier bis 1991).
Bau einer Kapelle der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (Hauptstra├če 117).
Gr├╝ndung der BSG ,,Fortschritt" Gro├čolbersdorf.

1953
Gr├╝ndung der LPG "Morgenrot" Gro├čolbersdorf

1954
Ein Hochwasser verursacht schwere Sch├Ąden an Stra├čen und Geb├Ąuden.

ab 1954
Im erweiterten Schnitzerheim (Haus Nr. 173 E; Warmbadstra├če 19) wird der Karl-St├╝lpner-Berg gezeigt.

25.12.1955
Erstmals wird in der Kirche das von Gottfried Werner in erzgebirgischer Mundart geschaffene ,,Gro├čolbersdorfer Krippenspiel" aufgef├╝hrt.

1955 bis 1957
Beseitigung der Ruine des im Zweiten Weltkrieg zerst├Ârten Gasthofes ,,Zum Erbgericht" (Haus Nr. 159 B, Am Rathaus 1).

1957
In der Strumpfindustrie werden moderne Rundstrickmaschinen eingesetzt.

 
1959 - 1965 [aktualisiert: 16.06.2016]

1959
Restaurierung der Kanzel (von 1647) in der Kirche.
Gr├╝ndung der PGH Klempner und Installateure (Hauptstra├če 100; jetzt GmbH Klempner Gro├čolbersdorf).
Die LPG ,,Morgenrot" errichtet einen Stall f├╝r 200 Schweine (N├Ąhe Hauptstra├če 84).
Gr├╝ndung der Kleingartensparte ,,Wiesengrund", bis 1976 folgen die Sparten ,,Heiterer Blick" und ,,Warmbadstra├če".
In Gro├čolbersdorf gibt es 15 LKW, 37 PKW und 278 Motorr├Ąder sowie 598 Rundfunk- und 60 Fernsehapparate.

1960
Gr├╝ndung der LPG ,,Neuer Weg" und der LPG ,,Frischer Wind". Willy Heinitz richtet ein Museum zur Geschichte der ├Ârtlichen Arbeiterbewegung ein (Haus Nr. 49, Hauptstra├če 28); 1973 geschlossen.
Abschluss der Umr├╝stung des Kirchengel├Ąutes auf mechanischen Antrieb der Glocken. Vordem wurde von L├Ąutejungen per Hand gel├Ąutet.

1961
Schul- und Heimatfest (Brosch├╝re 10 Jahre Entwicklung der Gemeinde Gro├čolbersdorf)
Gr├╝ndung der AG ,,Junge Brandschutzhelfer" (jetzt Jugendfeuerwehr), 1964 Bildung einer Frauengruppe der FFW.

1962/63
Restaurierung des um 1400 geschaffenen Chores und des Altars (von 1653) in der Kirche.

1965
Auf dem Friedhof wird ein Gedenkstein f├╝r die beiden dort bestatteten polnischen j├╝dischen KZ-H├Ąftlinge Chaim Zylberstein und Szlama Fischnitz eingeweiht. Sie waren im April 1945 auf dem Evakuierungsmarsch aus dem Au├čenlager Fl├Âha des KZ-Lagers Flossenb├╝rg in Richtung B├Âhmen an der Heinzebank von der SS erschossen worden. Der Leichnam eines sowjetischen H├Ąftlings ist nach Ankunft der Roten Armee auf den Ehrenfriedhof Chemnitz-Reichenhain ├╝berf├╝hrt worden.

 
1968 - 1974 [aktualisiert: 16.06.2016]

1968
Die Getreide- und Schrotm├╝hle von Kurt Arnold (Haus Nr. 191, Gr├╝nauer Stra├če 71) wird geschlossen.

1969
Einweihung des vergr├Â├čerten Sportplatzes mit Aschenbahn.
Er├Âffnung einer Staatlichen Arztpraxis (Haus Nr. 207, Hohndorfer Kirchweg 5); 1979 einer Staatlichen Zahnarztpraxis (Haus Nr. 207 B, Hohndorfer Kirchweg 3).

1970
Der VEB Buntsockenwerke ,,Max Roscher" Gro├čolbersdorf wird in den VEB Strumpfkombinat Esda Thalheim, Teilbetrieb VEB Strumpfwerke ,,Max Roscher" Gornau eingegliedert.

1971
Gro├čolbersdorf hat 2.770 Einwohner.

1972
Zwangsverstaatlichung der Betriebe Strumpffabrik Gebr. Mehner (Haus Nr. 121, Hauptstra├če 137; VEB Herrensocke), Strumpffabrik Alfred Haselbach (Haus Nr. 154 B, Hauptstra├če 20; VEB ERHESO) und M├Âbelfabrik Ernst Heymann (Haus Nr. 26 B, Gr├╝nauer Stra├če 3; BT Plattenfertigung des VEB dkk Scharfenstein) sowie des Baugesch├Ąftes Kurt Weber (Haus Nr. 82 B, Hauptstra├če 132/134; von 1972 bis 1986 und seit 1995 in Gemeindebesitz).

1973
Die LPG ,,Neuer Weg" tritt der LPG ,,Morgenrot" Gro├čolbersdorf bei, 1976 die LPG ,,Frischer Wind".
Der Bereich Pflanzenproduktion der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften ,,Morgenrot" Gro├čolbersdorf, ,,Vereinte Kraft" Krumhermersdorf, ,,Gl├╝ck auf" Sch├Ânbrunn und "Neues Leben" Wolkenstein wird zur KAP Gro├čolbersdorf (Scharfensteiner Stra├če 54) zusammengeschlossen (1978 LPG/P Gro├čolbersdorf Bewirtschaftung von 5.079 ha LNF). Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion.

1974
Aufstellung einer von den Schnitzern der Kulturgruppe hergestellten Ortspyramide vor dem Rathaus.
An der Scharfensteiner Strasse entstehen 21 Eigenheime.

 
1975 - 1977 [aktualisiert: 16.06.2016]

1975
Die LPG ,,Tischautal" Hohndorf schlie├čt sich der LPG ,,Morgenrot" Gro├čolbersdorf an.

1976
Pfarrer Karl Mi├čbach, seit 1946 in Gro├čolbersdorf im Amt, geht in den Ruhestand. Pfarrer Herbert Filz ist sein Nachfolger (bis 1994).

Juni 1977
Hochwasser verursacht erhebliche Sch├Ąden im Niederdorf.

 
1978 - 1987 [aktualisiert: 21.06.2016]

1978
In den Fabriken der Strumpfindustrie des Ortes arbeiten etwa 500 bis 600 Besch├Ąftigte.

1980
Einweihung des Rast- und Aussichtsplatzes ,,Freundschaft" an der ausgebauten B 174 (jetzt ,,Berthold's Imbiss").
Abschluss der 1970 begonnenen Sanierung des Dorfbaches und der Br├╝cken.
├ťbergabe von 60 Wohnungseinheiten (Haus Nr. 206, Hohndorfer Kirchweg 7-17).

1982
Das Gasthaus ,,Zur Linde" (Haus Nr. 165, An der Kirche 2) erh├Ąlt einen K├╝chenanbau. Dabei wird der alte Backofen aus dem Jahre 1799 wiederentdeckt.
Er├Âffnung der ,,Wurzelbachsch├Ąnke" (Gr├╝nauer Stra├če 69 B).

1983
Gr├╝ndung der Orgelbaufirma von Georg W├╝nning (Haus Nr. 25 D, Gr├╝nauer Stra├če 14).

1985 bis 1988
Bau einer gro├čen Kartoffellagerhalle mit Sortierplatz und D├Ąmpfanlage (hinter den G├╝tern Haus Nr. 58, Hauptstra├če 23 und Haus Nr. 62, Hauptstra├če 37).

1986
Der ehemalige Gro├čolbersdorfer Joachim Feurich gibt im Eigenverlag in Michelstadt die 1946 von Alfred Br├Âdner abgeschlossene Chronik ├╝ber Gro├čolbersdorf und die hiesige Strumpfwirkerei heraus (1992 erweiterte Auflage).

1987
Gro├čolbersdorf hat 2.584 Einwohner.

 
1988 - 1991 [aktualisiert: 16.06.2016]

1988
Einweihung der neuen Schule (Meyweg 1) und ├ťbergabe des wiederaufgebauten Gasthofes ,,Zum Erbgericht" als Kulturhaus der LPG ,,Morgenrot" Gro├čolbersdorf (Haus Nr. 159 B, Am Rathaus 1; jetzt Gasthaus ,,Zur Silberstra├če").
Schul- und Heimatfest (600 Jahre Gro├čolbersdorf 1386-1986. 100 Jahre Schule, 110 Jahre Freiwillige Feuerwehr). Dazu gibt der Rat der Gemeinde ein Faltblatt heraus.
Hans H├╝hn, 17 Jahre B├╝rgermeister von Gro├čolbersdorf, geht in den Ruhestand.

6.5.1989
Der Lehrer und verdienstvolle Heimat- und St├╝lpnerforscher Johannes Pietzonka (geb. am 31.12.1904 in Mittweida) stirbt.
Sein Buch ,,Carl St├╝lpner - Legende und Wirklichkeit" erscheint in zwei Auflagen (1992 und 1998).

1989
Im Ort gibt es etwa 35 Gewerbe.

18.3.1990
Volkskammerwahlen - Stimmenverteilung:
,,Allianz f├╝r Deutschland" 1.144 (CDU 922, DSU 203, DA 19), SPD 382, PDS 125, Bund Freier Demokraten 62, DBD 34, Neues Forum/B├╝ndnis 90/Demokratie Jetzt 30, Gr├╝ne Partei/Unabh├Ąngiger Frauenverband 12, weitere Listen 20.

1990
Zum B├╝rgermeister von Gro├čolbersdorf wird Ursula Staritz
(CDU) gew├Ąhlt.
Nach R├╝ck├╝bertragung der Strumpffabrik vormals Alfred Haselbach an die Familie wird dort das AHA Einrichtungshaus er├Âffnet (Hauptstra├če 20).
Gr├╝ndung des Sportvereins 1870 Gro├čolbersdorf und des Rassegefl├╝gelzuchtvereins.

3.10.1990
Anl├Ąsslich des Tages der deutschen Einheit wird auf der Flur des alten Lehngerichts am Standort ,,Richterlinde" eine neue Linde gepflanzt.

2.12.1990
Bundestagswahlen - Stimmenverteilung (Zweitstimme):
CDU 890, SPD 292, F.D.P. 229, PDS 59, B├╝ndnis 90/Gr├╝ne 45, DSU 36, weitere Listen 46.

27.1.1991
Gottfried Werner (geb. am 2.12.1910 in Gro├čolbersdorf) und Rolf Haase (geb. am 30.12. 1929 in Gro├čolbersdorf) werden Ehrenb├╝rger von Gro├čolbersdorf. Gottfried Werner erh├Ąlt die
Auszeichnung f├╝r sein dem Heimatort verpflichtetes volksk├╝nstlerisches Gesamtschaffen, Rolf Haase f├╝r unterst├╝tzende Beratert├Ątigkeit beim Neuanfang nach der politischen Wende und sein Engagement beim Aufbau des Natur- und Heimatvereins.

1991
Die Bauernland Agrar-AG Gro├čolbersdorf wird gegr├╝ndet.
Inbetriebnahme der neuerrichteten kombinierten Kindertageseinrichtung (Meyweg 2).
Gr├╝ndung des Natur- und Heimatvereins Gro├čolbersdorf und dessen M├Ąnnerchores ,,Alte Treu" sowie des Vereins Schalmaienkapelle Gro├čolbersdorf (aus der langj├Ąhrigen Schul-AG Schalmaien hervorgegangen).
Der Lehrer Gotthard Pfoh, von 1947 bis 1989 Leiter bzw. Direktor der Ewald-Mende-Schule Gro├čolbersdorf, geht in den Ruhestand.
In das ehemalige dkk-Zweigwerk (Gr├╝nauer Stra├če 3) zieht das Erzgebirgische Bildungswerk e.V. ein.
Die Sozialstation des Diakonischen Werkes Marienberg e.V. bezieht das Geb├Ąude der ehemaligen Krankenkasse (Haus Nr. 159 D, Am Rathaus 5; seit 1995 Hauptstra├če 72). Von ihr werden Bed├╝rftige aus 12 umliegenden Gemeinden betreut.
Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen den Gemeinden Rainau (Baden-W├╝rttemberg) und Gro├čolbersdorf.
Ab 1991 bundesweite, j├Ąhrliche Rassegefl├╝gelausstellungen im Sportheimsaal und im Gasthaus ,,Zur Silberstra├če".

 
1992 - 1999 [aktualisiert: 16.06.2016]

1992
Die alte Schule (Schulstra├če 8) wird Grundschule, 1993 erh├Ąlt sie wieder den Namen ,,Ewald Mende".
Die neue Schule (Meyweg 1) wird Mittelschule. In ihr werden Sch├╝ler aus Gro├čolbersdorf, Hohndorf, Scharfenstein, Grie├čbach, Hopfgarten und Krumhermersdorf unterrichtet.
Das Radballduo Bernd Mauersberger/Rainer Wolf des SV 1870 Gro├čolbersdorf steigt in die 2. Bundesliga auf.

1993
Gro├čolbersdorf hat 2.335 Einwohner.
Gr├╝ndung des Feuerwehrvereins Gro├čolbersdorf und Weihe der Vereinsfahne.
Gr├╝ndung einer Frauenfu├čballmannschaft.
Er├Âffnung einer Gesch├Ąftsstelle der Raiffeisenbank Fl├Âha e.G. (Haus Nr. 146 B, Hauptstra├če 43).

9.12.1993
├ťberfall auf die Sparkasse (Am Rathaus 8).

1.1.1994
Hohndorf wird in die Gemeinde Gro├čolbersdorf eingegliedert.
Kirchlich geh├Ârt Hohndorf bereits seit 1575 zu der in diesem Jahr gegr├╝ndeten eigenst├Ąndigen Parochie Gro├čolbersdorf.

22.1.1994
Kurt Seidel (geb. am 23.3.1907 in Gro├čolbersdorf) wird f├╝r sein volksk├╝nstlerisches Schaffen auf dem Gebiet des Schnitzens die Ehrenb├╝rgerschaft verliehen. Er war Initiator des 1937/38 geschaffenen Karl-St├╝lpner-Berges, leitete von 1934 an den Krippenbau- und Schnitzverein, von 1949 bis 1979 die Ortsgruppe des Kulturbundes.

1.8.1994
Mit Aufl├Âsung des Kreises Zschopau kommt Gro├čolbersdorf zum neugebildeten Mittleren Erzgebirgskreis.

1994
Ursula Staritz (CDU) wird erneut als B├╝rgermeister von Gro├čolbersdorf gew├Ąhlt.
Einweihung der neugebauten Sparkasse und der BornwaldApotheke (ehemals Drogerie H├Ąnel; Haus Nr. 164, Schulstra├če 1).
Gro├če Schnitzausstellung im Gasthaus ,,Zur Silberstra├če" mit 6.000 Besuchern.
Gr├╝ndung des Reit- und Fahrvereins ,,Sankt Hubertus".
Einweihung der Kegelbahn im Gasthaus ,,Zur Silberstra├če".

1995
Das ,,Karl-S├Ąttler-Haus" (Haus Nr. 163 C; Schulstra├če 16) wird nach Rekonstruktion als Dorfmuseum und Vereinshaus ├╝bergeben.
Gr├╝ndung des FSV 95 Scharfenstein/Gro├čolbersdorf. Die Fu├čballmannschaften beider Orte werden zusammengelegt. Die Pferdezucht und Reitanlage Gro├č (Haus Nr. 186 B; Gr├╝nauer Stra├če 57) entsteht.
Dr. Claus-Dieter Wolf gibt im Eigenverlag die ,,Gedenkschrift zum 50. Jahrestag der Bombardierung von Gro├čolbersdorf am 14./15.2.1945 durch angloamerikanische Fliegerverb├Ąnde" heraus.

1996
Von den Gemeinder├Ąten, der Gemeindeverwaltung und weiteren B├╝rgern wird eine Dokumentation von Gro├čolbersdorf mit 0T Hohndorf erstellt.
Die Sparkasse in Gro├čolbersdorf feiert ihr l00j├Ąhriges Bestehen.
In Gro├čolbersdorf gibt es 5 landwirtschaftliche Widereinrichter.
Einweihung des Naturlehrpfades ,,Gr├╝nauer Tal".
Der Getr├Ąnkegro├čhandel Karl Gerlach (Haus Nr. 32; An der Kirche 12) feiert sein 70j├Ąhriges Bestehen.

24.8.1996
Schwere Sch├Ąden durch wolkenbruchartige Niederschl├Ąge und Hochwasser im Niederdorf.

1997
Die Gemeinde Gro├čolbersdorf ist Gesellschafter der Kurgesellschaft Warmbad mbH und Co. KG und der Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH.
Gr├╝ndung des F├Ârdervereins Orgelneubau Gro├čolbersdorf.
Der Posaunenchor der Kirchgemeinde feiert sein 50j├Ąhriges Jubil├Ąum.
Einweihung eines Kinderspielplatzes am Meyweg.

27.11.1997
Im Oberdorf brennt eine Scheune der Bauernland Agrar-AG vollkommen ab.

1998
Seit 1977 sind in der Gemarkung Gro├čolbersdorf f├╝nf Fl├Ąchennaturdenkmale unter Schutz gestellt worden.
85j├Ąhriges Jubil├Ąum der Tischlerei Pavlicek (Haus Nr. 162, Seilergasse 10/12), 80j├Ąhriges Jubil├Ąum der Tischlerei Mehner (Haus Nr. 39 C, Scharfensteiner Stra├če 11) und 60j├Ąhriges Jubil├Ąum der Fleischerei Harzer (Haus Nr. 178, Gr├╝nauer Stra├če 21).
Schlie├čung der Poststelle (Haus Nr. 26, Gr├╝nauer Stra├če 5; bis 1992 Haus Nr. 61 B, Hauptstra├če 35) und Einrichtung einer Postagentur in der Drogerie Walda (Haus Nr. 163 E, Schulstra├če 5).

30.6.1998
Gro├čolbersdorf (einschlie├člich OT Hohndorf) hat 2.975 Einwohner.

2 7.9.1998
Bundestagswahlen - Stimmenverteilung (Zweitstimme; einschlie├člich OT Hohndorf):
CDU 800, SPD 582, PDS 232, F.D.P. 63, B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen 54, Bund Freier B├╝rger 45, Pro DM 45,
REP 41, DVU 26, PBC 22, NPD 5, weitere Listen 13.
Hopfgarten mit Gr├╝nau wird in die Gemeinde Gro├čolbersdorf eingegliedert.
Kirchlich geh├Ârt Hopfgarten mit Gr├╝nau bereits seit 1575 zu der in diesem Jahr gegr├╝ndeten eigenst├Ąndigen Parochie Gro├čolbersdorf.

27.12.1998
Der in Gro├čolbersdorf aufgewachsene, seit 1959 in Drebach wohnhafte Schriftsteller Karl Sewart begeht seinen 65. Geburtstag. Von ihm sind u.a. ,,Gambit. Drei Erz├Ąhlungen" (1972), ,,Christbaum und Pyramide. Ein erzgebirgisches Weihnachtsbuch" (1992) und ,,Mich schie├čt keiner tot. Die Geschichte des Volkshelden Karl St├╝lpner" (1994).

1999
Die Leichtathletin Elke Grahnert (SV 1870 Gro├čolbersdorf) gewinnt bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Gateshead/ Gro├čbritannien die Bronzemedaille im Hochsprung und im Siebenkampf.
Gr├╝ndung des Theaterkreises Charisma e.V.
Durch den Natur- und Heimatverein Gro├čolbersdorf werden umfangreiche Bauma├čnahmen zur Wiederherstellung des Eingangsbereiches des ,,Tiefen St. Gideon Erbstolln" als bergbautechnisches Denkmal eingeleitet (im Grundst├╝ck Haus Nr. 185, Gr├╝nauer Stra├če 59). Die ├ťbergabe ist f├╝r 2.10.2000 vorgesehen.

8.5.1999
Auf dem Friedhof wird ein Denkmal eingeweiht f├╝r die Opfer des Zweiten Weltkrieges und der Kriegsgefangenschaft, der Bombennacht vom 14./15. Februar 1945 und der nationalsozialistischen und der kommunistischen Gewaltherrschaft.

Text: Ortschronisten des Natur- und Heimatverein Gro├čolbersdorf
Fotos: Fotoarchiv Dieter Taube

 
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